Metadata Configuration

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Bei der Installation der FotoWare Anwendungen werden je nach Programm zusätzliche Konfigurationsprogramme installiert.
Eines, das sowohl bei FotoStation wie auch bei FotoWeb und Index Manager zum Einsatz kommt ist die "Metadata Configuration".
 
In "Metadata Configuration" können Sie
  • die Standard-Sprache einstellen
  • Metadatenfeld-Benennungen anpassen
    ACHTUNG: Verzichten Sie bitte darauf Felder umzuwidmen, ihnen also durch einen Namenswechsel eine neue Bedeutung zuzuweisen. Die Grundkonfigruation bei Auslieferung entspricht den weltweit vereinbarten Standards und ermöglicht so den Datenaustausch mit anderen Nutzern und Erstellern von Bildern und Mediendateien!
  • eigene Metadatenfelder erstellen
    Diese Felder fassen Sie sinnvollerweise in einer eigenen „Namespace“ zusammen. Namespaces sind nicht nur „Container“ für Metadatenfelder, sondern verhindern aufgrund ihres Namens auch, dass Felder mit gleicher Benennung, die von unterschiedlichen Nutzern definiert wurden, zu Konflikten führen.
Das Programm kann einzeln aufgerufen oder auch über das FotoStation Konfigurationsfenster gestartet werden.
ACHTUNG: Das Programm "Metadata Configuration" erstellt die Datei "MetadataConfiguration.xml", die für die verschiedenen FotoWare Anwendungen unbedingt konsistent gehalten werden muss!
 
Zur Anpassung der Metadaten Konfiguration in DAM-Systemen mit Server Applikationen werden besondere Arbeitsschritt-Reihenfolgen, Service-Restarts und ein Index Rebuild benötigt. Bitte sprechen Sie uns an, damit wir Sie bei Planung und Ausführung unterstützen können, bevor Ihr System aufgrund von Inkonsistenzen ausfällt.

Einzelplatzanwendung

Mit der FotoStation Pro 8.0 Standalone - - arbeitet ein Anwender allein, die Metadaten Konfiguration kann also individuell angepasst werden, ohne das andere Anwender beeinflusst werden.
 

Mehrplatzanwendung

Arbeitsgruppen, z.B. 5 FotoStation Pro (mit gemeinsamer Konfiguration im "FotoStation Logon"-Ordner) und Index Manager, müssen Änderungen an der Metadaten Konfiguration allen Applikationen zur Verfügung stellen.
  • Dabei kann die Anpassung, wie unten beschrieben erfolgen.
  • Anschließend wird die neue Konfiguration per "Konfiguration verwalten > Nutzerkonfiguration auf den Server laden" in den "FotoStation Logon"-Ordner gespeichert.
  • Die Datei "" muss in den Ordner "" kopiert und der Index Manager Dienst neugestartet werden. Je nach Umfang der Anpassungen kann auch ein Rebuild des Indexes nötig werden.
  • Den FotoStation Pro Installationen steht die geänderte Konfiguration nach einem Neustart der FotoStation Pro zur Verfügung.

"Metadata Configuration" starten

Serverapplikation

Windows 2008 SR 2:
Programme / FotoWare / Metadata Configuration
 
Windows 2012 SR 2:
Applikationen / FotoWare / Metadata Configuration
 

FotoStation Pro 8.0 - Standalone

Um sicherzustellen, dass Sie die Konfiguration anpassen, die Ihre FotoStation gerade nutzt öffnen Sie sie über das Menü der FotoStation:
  • Windows: Datei > Konfiguration
    Mac: FotoStation > Konfiguration
  • Das Konfigurationsfenster öffnet sich
  • Der Klick auf den Navigationspunkt "Metadaten" öffnet die Bearbeitungs-Optionen
  • Der Klick auf den "Konfigurieren"-Button öffnet das Programm "Metadata Configuration"

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Die Oberfläche

Im linken Bereich finden Sie die Navigation mit den Hauptpunkten:
  • Sprachen - Vorauswahl der genutzten Sprachen
  • Namespaces - Definition der Felder
  • XML Felder - Zusammenstellung der Felder zu Namespace-übergreifenden Gruppen
Rechts finden Sie die jeweiligen Bearbeitungsoptionen in Form von Listen der Sprachen bzw. enthaltenen Felder.
 
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Sprache festlegen

Eine der ersten Entscheidungen bei der Planung eines DAM-Systems sollte die Wahl der verwendeten Sprache sein.
Dies sollte anhand der Zielsetzung und der Zielgruppe geschehen.
 
In dieser Maske kann auch eine Mehrsprachigkeit konfiguriert werden. Das sollte aber zwingend vor der ersten Einpflege von Metadaten geschehen.
Zur Mehrsprachigkeit werden die Felder in anderer Weise abgespeichert, so dass eine Umschaltung dazu führen kann, dass der Zugriff auf bereits eingefüllte Metadaten-Inhalte nach der Umschaltung nicht mehr gegeben ist.
 
Sollten einzelne Felder eine mehrsprachige Eingabe benötigen, wird empfohlen diese in zusätzlich anzulegen.
In internationalen System empfehlen wir von Anfang an "English" als Standardsprache nutzen und auch von der Feldbenennung bis zur Betextung der Bilder beizubehalten.
 
Sollen die katalogisierten Dateien ausschliesslich von Anwendern in Deutschland genutzt werden, kann die Standardsprache auf "German" gestellt werden.
 
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Namespaces

Als "Namespace", zu deutsch "Namensraum", bezeichnet man in unserem Fall einen Metadatenfeld-Container der unter einem gemeinsamen Alias eine Gruppe von Felder zusammenfasst. Innerhalb dieser Gruppe müssen die Namen eindeutig sein. Durch Zuordnung zum Namespace werden die Feldbezeichnungen von anderen abgegrenzt. In anderen Namespaces können die gleichen Namen genutzt werden.
 
In "Metadata Configuration" finden Sie unter Namespaces alle schon durch Standards festgelegten bzw. von FotoWare voreingestellten Namespaces.
 

1. Erstellen eines eigenen Namespace mit individuellen Feldern

Wenn Sie eigene Felder definieren möchten, legen Sie zunächst eine neue Namespace an.
Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste (Mac: Ctrl-Klick) auf "Namespaces" ganz oben links. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag "Namespace zufügen".
 
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Vergeben Sie einen Namen und einen Alias für Ihre Namespace. Die URL dient zur eindeutigen Identifizierung Ihrer Namespace. Daher besteht sie im Wesentlichen aus Ihrer Internetadresse mit vorangestelltem „ns“ (Namespace). Ein Zusatz ermöglicht es, verschiedene Namespaces für den durch die Internetadresse identifizierten „Eigentümer“ anzulegen, eine Versionsnummer erleichtert die Administration bei Änderungen an der Namespace.
 
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2. Anlegen neuer Metadatenfelder

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre neu angelegt Namespace im linken Teil des Fensters.
Wählen Sie "Neues Feld zufügen".
 
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Im erscheinenden Fenster wählen Sie auf dem Tab "Feld ID" aus dem Pulldown Menü eine ID aus und vergeben einen Namen unter dem das Feld im Metadateneditor angezeigt werden soll. Beachten Sie dabei die Sprache, die Ihrer Einstellung des Standardsprache entsprechen sollte.
 
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Auf dem nächsten Tab "Format" nehmen Sie Einstellungen zum Feldinhalt vor. Wählen Sie dazu aus dem Pull-Down Menü Dateityp den entsprechenden Inhalt aus.
Zur Wahl stehen:
  • Text
    Dieser Typ kann jede Art von Text (Kombinationen von Buchstaben, Sonderzeichen und Ziffern) aufnehmen. Mit "Max. Anzahl von Zeichen" können Sie eine maximale Textlänge festlegen. Um mehrzeilige in der Größe veränderbare Textboxen anzulegen, wählen Sie "Als mehrzeiliges Feld anzeigen"
  • Ganze Zahlen
    Erlaubt nur die Eingabe von ganzen Zahlen. Sie können eine minimale und maximale Wert für das Feld angeben.
  • Zahlen mit Dezimalstellen
    Ermöglicht Benutzern das Eingangs "reellen Zahlen", einschließlich Zahlen mit Dezimalstellen. Sie können die minimale und maximale zulässige Wert angeben.
  • Datum
    Ermöglicht die Eingabe von Daten, je nach Maske auch über eine Kalenderfunktion. Die Ausgabeformatierung erfolgt entsprechend den regionalen Einstellungen Ihres Betriebssystems, während Daten im XMP immer als JJJJMMTT (yyyymmdd, Beispiel: 24.12.2015 = 20151224) gespeichert werden.
  • Boolsche Werte "True" / "False"
    Dieser Feldtyp bietet nur die Möglichkeit sich zwischen 2 Zuständen zu entscheiden indem man den Wert auf "true" = "wahr" oder "false" = "falsch" setzt.
    Anwendungsbeispiel: Feldname = "Freigabe erteilt", die Wertvergabe bedeutet "true" = ja, ist erteilt / "false" = nein, nicht freigegeben
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Unter "Regular Expression" haben Sie die Möglichkeit, eine geforderte Syntax für die Eingabe zu definieren.
Anwendungsbeispiel:
Darf nur eine Webadresse in dem Feld eingegeben werden, würde
(https?:\/\/)?([\da-zA-Z\.-]+)\.([a-zA-Z\.]{2,6})([\/\w\.-]*)*\/?
als Regular Expression vorgegeben.
In diesem Beispiel wäre ist mindestens die Eingabe von "example.com" notwendig, damit gespeichert werden kann. Es würde aber auch "http://www.example.com/index_01.htm" aufnehmen.
Ob die Definition richtig ist, können Sie sofort testen, indem Sie in die zweite Zeile eine URL eintragen. Wird sie grün hinterlegt, ist die Definition richtig und das Feld wird als Eintrag nur Webadressen akzeptieren.
 
Weitere Informationen zu Regular Expression finden Sie u.a. unter
 
Unter dem Tab "Speicherart (XMP)" müssen Sie den Feldnamen eintragen, unter dem das Feld in der Namespace Konfigurationsdatei registriert wird. Da keine Sonderzeichen und Umlaute zulässig sind, empfiehlt es sich hier oft einen kurzen Namen in englischer Sprache einzutragen.
 
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Folgende Feldtypen stehen zur Wahl:
  • Einzeilig
    Eine einzelne Textzeile. Dieses Format wurde für fast alle IPTC Bereichen eingesetzt. Beachten Sie, dass die Länge des Feldes in dem Fenster auf dem Tab "Format" eingestellt werden müssen.
  • Einzeilig (Teil einer Struktur)
    Gleiche Darstellung wie bei "Einzeilig", aber das Feld gehört zu einer Gruppe (einer "Struktur"). Ein Beispiel könnte eine Gruppe von Adressinformationen sein, in der die Felder Straßenname, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und Land jeweils als "Einzeilig (Teil einer Struktur)" angelegt wären. Der Name der Struktur würde dann in jeder zugehörigen Felddefinition "Adresse" lauten.
  • Sequenz
    Dieses Feld kann mehrere Einzeleinträge fassen, wobei die Reihenfolge, in der die Metadaten eingegeben wurden gespeichert wird.
  • Bag
    Auch dieses Feld erfasst mehrere Einzeleinträge. Die Reihenfolge der Eingabe ist jedoch irrelevant. Typische "Bag"-Felder sind Stichwörter und Kategorien, die Teil der Metadaten-Standardkonfiguration und im Lieferumfang der Fotoware-Software enthalten sind.
Der Tab "Sprachalternativen wird nur benötigt, wenn Sie von Anfang an mit Mehrsprachigkeit arbeiten und die Betextung in mehreren Sprachen hinterlegen.
 
Der Klick auf "OK" fügt das neue Metadatenfeld mit Ihren gewählten Einstellungen Ihrem Namespace hinzu.
 

3. Strukturierung

Im Normalfall bezieht man bei der Planung möglichst Standardfelder (durch verschiedenen Organisationen in verschiedenen Namespaces festgehalten) in sein Metadaten-Konzept ein. So wird gewährleistet, dass die Bilddaten mit dazugehörigen Metadaten verteilt und bei späterer Nutzung des Materials wieder ausgelesen werden kann.
 
Unter "XMP Felder" können Felder aus unterschiedlichen Namespaces in Gruppen zusammengeführt werden. Die erleichtert den Überblick über genutzte Felder und kann auch in der FotoWeb Konfiguration zur strukturierten Abarbeit von Anpassungen und Eigenschaftshinterlegung (wie Nutzung als Taxonomie oder gezieltes Leeren des Feldinhaltes bei Download) hilfreich sein.
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